Satzung des Vereins
„Avaní – Dachverband für Naturpädagogik Südtirol –
Ente Promotore della Pedagogia Naturalistica Alto Adige”

Art. 1 – Name – Sitz – Dauer
1. Im Sinne des gesetzesvertretenden Dekrets Nr. 117/2017 (nachstehend auch als „Kodex
des Dritten Sektors“ bezeichnet) und der einschlägigen für Vereine geltenden
Bestimmungen des italienischen Zivilgesetzbuches wird der nicht anerkannte Verein mit
dem Namen „Avaní – Dachverband für Naturpädagogik Südtirol – Ente Promotore della
Padagogia Naturalistica Alto Adige“ als „Verein zur Förderung des Gemeinwesens“
gegründet.
2. Der Verein hat seinen Sitz in 39024 Mals, Fröhlichgasse 24B. Eine etwaige Änderung
des Sitzes innerhalb des Gebiets der Gemeinde Mals erfordert keine Satzungsänderung,
soweit dazu ein eigener Beschluss des Vorstands vorliegt und die Änderung anschließend
den zuständigen Stellen mitgeteilt wird.
3. Der Verein ist auf dem Gebiet der Autonomen Provinz Bozen/Südtirol tätig.
4. Der Verein kann Sektionen oder Zweitsitze einrichten.
5. Der Verein hat unbegrenzte Dauer.

Art. 2 – Verwendung der Abkürzung „VFG” oder des Namenszusatzes „Verein zur
Förderung des Gemeinwesens “
1. Nach der Eintragung des Vereins in den betreffenden Abschnitt des Verzeichnisses des
staatlichen Einheitsregisters des Dritten Sektor (RUNTS) muss der Verein in seinem Namen
die Abkürzung „VFG“ oder „Verein zur Förderung des Gemeinwesens“ führen. Ab der
Eintragung ins Einheitsregister wird daher die Bezeichnung des Vereins wie folgt lauten:
„Dachverband für Naturpädagogik Südtirol VFG” oder „Dachverband für Naturpädagogik
Südtirol Verein zur Förderung des Gemeinwesens“.
2. Ab diesem Zeitpunkt muss der Verein in seinen Schriftstücken, im Schriftverkehr und in
den für die Öffentlichkeit bestimmten Mitteilungen den Namenszusatz „Verein zur Förderung
des Gemeinwesens“ oder die Abkürzung „VFG“ verwenden.

Art. 3 – Ziel und Zweck
1. Der Verein ist überparteiisch und überkonfessionell; er stützt sich bei der Umsetzung
seiner institutionellen und seiner Vereinstätigkeit auf die Grundsätze der Demokratie,
sozialen Teilhabe und Ehrenamtlichkeit.
2. Der Verein verfolgt ohne Gewinnabsicht zivilgesellschaftliche, solidarische,
gemeinnützige Ziele, dadurch dass er ausschließlich oder hauptsächlich eine oder mehrere
Tätigkeiten im allgemeinen Interesse zugunsten der eigenen Mitglieder, der Angehörigen
oder zugunsten Dritter ausübt.
3. Der Verein übt Tätigkeiten von allgemeinem Interesse in den folgenden Bereichen laut
Art. 5, Absatz 1 Buchst. e), f), i), h), k), l), v) und w), GvD 117/2017 aus
a) Maßnahmen und Dienstleistungen zum Schutz und zur Verbesserung der
Umweltbedingungen und zur umsichtigen und vernünftigen Nutzung der natürlichen
Ressourcen mit Ausnahme der regelmäßig durchgeführten Sammlung und
Verwertung von Siedlungs- und Sonderabfällen sowie von gefährlichen Abfällen;
Maßnahmen für den Tierschutz und zur Vorbeugung gegen streunende Tiere im
Sinne des Gesetzes Nr. 281 vom 14. August 1991;
b) Maßnahmen zum Schutz und zur Aufwertung des kulturellen Erbes und der
Landschaft gemäß gesetzesvertretendem Dekret Nr. 42 vom 22. Januar 2004 in
geltender Fassung;
c) Organisation und Ausübung von kulturellen, künstlerischen oder Freizeitaktivitäten
von sozialem Interesse einschließlich Verlagstätigkeiten zur Förderung und
Verbreitung der Kultur und der Praxis der ehrenamtlichen Tätigkeit und von
Tätigkeiten im allgemeinen Interesse gemäß diesem Artikel;
d) Organisation und Ausübung touristischer Aktivitäten von sozialem, kulturellem oder
religiösem Interesse;
e) außerschulische Bildung, die auf die Prävention von Schulabbruch, auf den Schulund Ausbildungserfolg, auf die Prävention von Mobbing und die Bekämpfung von
Bildungsarmut abzielt;
f) Förderung einer Kultur der Legalität, des Friedens zwischen den Völkern, der
Gewaltlosigkeit und der waffenlosen Verteidigung;
g) Förderung und Schutz der Menschenrechte, der bürgerlichen, sozialen und
politischen Rechte sowie der Rechte der Verbraucher und der Nutzer der in diesem
Artikel genannten Tätigkeiten im allgemeinen Interesse, Förderung der
Chancengleichheit und von Initiativen zur gegenseitigen Hilfe, einschließlich der
Zeitbanken gemäß Artikel 27 des Gesetzes Nr. 53 vom 8. März 2000, und der in
Artikel 1, Absatz 266 des Gesetzes Nr. 244 vom 24. Dezember 2007 genannten
solidarischen Einkaufsgemeinschaften;
h) wissenschaftliche Forschung von besonderem gesellschaftlichem Interesse.
4. Der Verein setzt sich folgende Ziele:
a) Verbindung zwischen Mensch und Natur auszubauen und zu vertiefen;
b) Bewusstseinswandel und Gesellschaftserziehung anzustoßen, hin zu einer
zukunftsfähigen Gesellschaft, die mit der Natur und den Mitmenschen achtsam
umgeht, diese schützt und Kreisläufe achtet;
c) lebensbezogene Bildung in einem geschützten Rahmen zu fördern;
d) Entscheidungswahl für den Einzelnen möglich zu machen;
e) Naturpädagogik im Allgemeinen und ihrer Einzeldisziplinen und verwandten
Disziplinen zu wahren.

Art. 4 – Tätigkeit
1. Zur Erreichung der oben genannten Ziele kann der Verein folgende Tätigkeiten ausüben:
a) Vertretung der fachwissenschaftlichen und institutionellen Interessen der Mitglieder;
b) Förderung der allgemeinen naturpädagogischen Arbeit in Südtirol;
c) Wissensvermittlung an die Gesellschaft über naturpädagogische Themen;
d) Aufklärung der Gesellschaft und Förderung deren Motivation, sich mit
naturpädagogischen Themen auseinanderzusetzen;
e) Förderung der Bildung auf dem Gebiet der Naturpädagogik;
f) Förderung und Organisation von Vernetzung zwischen Mitgliedern und Betroffenen;
g) Unterstützung, Begleitung, Beratung, Vernetzung von naturpädagogischen
Fachstellen und Projekten mittels Organisation von Konferenzen, Vorträgen und
Tagungen;
h) Förderung der Qualitätssicherung in der Naturpädagogik;
i) Organisation von Austausch zwischen den Fachstellen, der Öffentlichkeit, der
Landesinstitutionen und der Politik auf regionaler Ebene;
j) Organisation von Diskussionen über naturpädagogische Zukunftsthemen;
k) Pflege und Austausch von Erfahrungen, sowie wissenschaftlichen Erkenntnissen mit
anderen Organisationen und Verbänden, die die Belange der Naturpädagogik oder
angrenzender Wissenschaften vertreten;
l) Information– und Erfahrungsaustausch, Öffentlichkeitsarbeit, Aus- und Weiterbildungen, Kooperationen, Beratungsaktivitäten, Zusammenarbeit mit
Landesinstitutionen, naturwissenschaftliche Aktivitäten, Veranstaltungen und
Publikationen.
2. Der Verein kann laut Art. 6 des Kodex des Dritten Sektors auch andere von den
Tätigkeiten im allgemeinen Interesse abweichende Aktivitäten unter der Voraussetzung
durchführen, dass es sich um Nebentätigkeiten handelt und sie der Hauptvereinstätigkeit
dienlich sind. Die Festlegung dieser weiteren Tätigkeiten obliegt dem Vorstand, der unter
Beachtung etwaiger Beschlüsse der Mitgliederversammlung zu diesem Thema verpflichtet
ist, die Kriterien und Obergrenzen einzuhalten, die für die Ausübung solcher Tätigkeiten im
genannten Kodex und in den Durchführungsbestimmungen zum Kodex festgelegt sind.
3. Der Verein kann auch öffentliche Spendensammlungen durchführen, um die eigenen
Tätigkeiten im allgemeinen Interesse zu finanzieren; dabei sind die Modalitäten,
Bedingungen und Beschränkungen zu beachten, die in Art. 7 des Kodex des Dritten Sektors
und in den dazugehörigen Durchführungsbestimmungen vorgesehen sind.

Art. 5 – Bestimmungen über die interne Vereinsordnung
1. Die interne Vereinsordnung orientiert sich an den Grundsätzen der Demokratie,
Chancengleichheit und Gleichberechtigung aller Mitglieder und regelt die operativen
Abläufe im Verein. Die Vereinsämter werden durch Wahlen besetzt, an denen sich alle
Mitglieder beteiligen können.
2. In Bezug auf die Rechte und Pflichten gegenüber dem Verein werden alle Mitglieder
gleichbehandelt.

Art. 6 – Mitglieder
1. Als Vereinsmitglieder zugelassen sind natürliche Personen und Vereine zur Förderung
des Gemeinwesens, die sich zu den institutionellen Zielen des Vereins bekennen und an
der Erreichung dieser Ziele mitwirken wollen.
2. Als Mitglieder aufgenommen werden können auch andere Körperschaften des Dritten
Sektors oder andere Einrichtungen ohne Gewinnabsicht, sofern ihr Anteil nicht mehr als
50% (fünfzig Prozent) der Anzahl der Vereine zur Förderung des Gemeinwesens ausmacht.
3. Die Körperschaften werden durch den jeweiligen Präsidenten bzw. durch eine andere
vom Vorstand damit beauftragte Person vertreten.
4. Der Vereinsbeitritt erfolgt auf unbestimmte Zeit und die Mitgliedschaft kann nicht auf einen
bestimmten Zeitraum begrenzt werden; das Austrittsrecht bleibt aber auf jeden Fall
unberührt.

Art. 7 – Aufnahmeverfahren
1. Um dem Verein beitreten zu können, muss der/die Bewerber/in einen schriftlichen Antrag
an den Vorstand stellen, dem die Entscheidung über die Aufnahme von Mitgliedern obliegt.
In diesem Antrag muss sich der Antragsteller auch dazu verpflichten, die Vereinssatzung
und die internen Geschäftsordnungen anzunehmen und die Beschlüsse des Vorstands und
der Mitgliederversammlung einzuhalten und am Vereinsleben mitzuwirken.
2. Der Vorstand beschließt die Annahme oder Ablehnung des Mitgliedsantrags innerhalb
von 90 (neunzig) Tagen ab Einreichung des Antrags. Der Vorstand muss nach nicht
diskriminierenden Kriterien sowie im Einklang mit den angestrebten Zielen und den vom
Verein ausgeübten Tätigkeiten im allgemeinen Interesse entscheiden.
3. Die Annahme des Antrags wird dem neuen Mitglied innerhalb von 30 (dreißig) Tagen ab
dem Beschluss mitgeteilt; das neue Mitglied muss ins Mitgliederbuch eingetragen werden.
4. Eine etwaige Ablehnung muss begründet und dem Antragsteller schriftlich innerhalb von
30 (dreißig) Tagen ab dem Beschluss mitgeteilt werden. Gegen den Beschluss kann der
Antragsteller innerhalb von 30 (dreißig) Tagen ab Erhalt der Mitteilung mit einem eigenen
Antrag Berufung bei der ordentlichen Versammlung einreichen. Dieser Antrag ist per
Einschreiben oder in einer anderen Form, mit der der Erhalt nachgewiesen werden kann,
an den Vorstand zu richten; die nächste ordnungsgemäß einberufene
Mitgliederversammlung wird dann über die eingegangene Berufung entscheiden. Der
Antragsteller hat in der Versammlung auf jeden Fall Anspruch auf rechtliches Gehör.
5. Die von Minderjährigen eingereichten Mitgliedsanträge müssen von einer Person, die die
elterliche Gewalt ausübt, unterzeichnet werden. Der Elternteil, der den Antrag
unterzeichnet, vertritt den minderjährigen Sohn/die minderjährige Tochter in jeder Hinsicht
gegenüber dem Verein und haftet diesem gegenüber für alle Verpflichtungen des
minderjährigen Mitglieds.

Art. 8 – Rechte und Pflichten der Mitglieder
1. Die Mitglieder haben das Recht:
a) mit Stimmrecht an der Versammlung teilzunehmen; sie haben das aktive und das
passive Wahlrecht;
b) über alle Tätigkeiten und Initiativen des Vereins informiert zu werden und daran
teilzunehmen;
c) Einsicht zu nehmen in die Bücher des Vereins. Um dieses Recht auszuüben, muss
das Mitglied dem Vorstand einen ausdrücklichen Antrag auf Einsichtnahme vorlegen;
der Vorstand ermöglicht innerhalb von maximal 15 (fünfzehn) Tagen die
Einsichtnahme. Die Einsichtnahme erfolgt am Vereinssitz in Anwesenheit der vom
Vorstand angegebenen Person.
2. Die Mitglieder haben ab ihrer Eintragung ins Mitgliederbuch Anspruch auf die Ausübung
der Mitgliedsrechte, vorausgesetzt, dass sie ihren Mitgliedsbeitrag ordnungsgemäß gezahlt
haben; ausgenommen ist das Stimmrecht in der Mitgliederversammlung, das in Art. 16, Abs.
2 der vorliegenden Satzung geregelt ist.
3. Die Mitglieder haben die Pflicht:
a) ihr Verhalten nach dem Geist und den Zielen des Vereins auszurichten und den
Namen des Vereins zu schützen, sowohl im Umgang der Mitglieder untereinander
als auch in der Beziehung der Mitglieder zu den Vereinsorganen;
b) die Satzung, etwaige interne Geschäftsordnungen und die Beschlüsse der
Vereinsorgane einzuhalten;
c) den etwaigen Mitgliedsbeitrag in der Höhe und in der Form einzuzahlen, die jährlich
vom Vorstand festgelegt werden.
4. Die Anteile und die Mitgliedsbeiträge sind weder übertragbar noch aufwertbar.

Art. 9 – Gründe für die Beendigung der Mitgliedschaft
1. Die Mitgliedschaft endet aus folgenden Gründen:
a) durch freiwilligen Austritt. Jedes Mitglied kann jederzeit dem Vorstand schriftlich
seinen Austritt mitteilen. Der Austritt erfolgt mit sofortiger Wirkung.
b) bei Nichtzahlung des Mitgliedsbeitrags, soweit vorgesehen, innerhalb von 180
(hundertachtzig) Tagen ab Beginn des Geschäftsjahres. Der Vorstand teilt diese
Pflicht allen Mitgliedern innerhalb einer angemessenen Frist mit, damit diese die
Einzahlung vornehmen können. Das Mitglied, das seine Mitgliedschaft verliert, kann
einen neuen Mitgliedsantrag gemäß Art. 7 der vorliegenden Satzung stellen.
2. Ein Mitglied kann hingegen aus folgenden Gründen vom Verein ausgeschlossen werden:
a) wegen eines die Vereinsziele schädigenden Verhaltens:
b) wegen wiederholter Verletzung von Pflichten, die sich aus der Satzung, aus der
Geschäftsordnung oder aus den Beschlüssen der Vereinsorgane ergeben;
c) wegen der Verursachung von erheblichen materiellen oder moralischen Schäden zu
Lasten des Vereins.
3. Der vom Vorstand ausgesprochene Ausschluss muss begründet und der betroffenen
Person schriftlich innerhalb von 30 (dreißig) Tagen ab dem Tag der Beschlussfassung
mitgeteilt werden. Gegen den Beschluss kann das ausgeschlossene Mitglied innerhalb von
30 (dreißig) Tagen ab Erhalt der Mitteilung mit einem eigenen Antrag Berufung bei der
Mitgliederversammlung einreichen. Dieser Antrag ist per Einschreiben oder in einer anderen
Form, mit der der Erhalt nachgewiesen werden kann, an den Vorstand zu richten; die
nächste ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung wird dann über die
eingegangene Berufung entscheiden. Etwaige Berufungen müssen vor den anderen
Entscheidungen auf der Tagesordnung behandelt werden. Das rekurrierende Mitglied hat
in der Versammlung auf jeden Fall Anspruch auf rechtliches Gehör. Bis zur Entscheidung
der Mitgliederversammlung gilt die Mitgliedschaft des vom Ausschluss betroffenen Mitglieds
als ausgesetzt.
4. Das Mitglied, das austritt oder ausgeschlossen wird, hat keinen Anspruch auf
Rückerstattung der eingezahlten Mitgliedsbeiträge und keinen Anspruch auf das
Vereinsvermögen.

Art. 10 – Ehrenamtlich Tätige und ehrenamtliche Tätigkeit
1. Ehrenamtlich Tätige sind natürliche Personen, die die Vereinsziele teilen und aus freier
Entscheidung ihre Tätigkeit persönlich, freiwillig und ehrenamtlich ohne Gewinnabsicht
(auch nicht indirekt) ausschließlich zu Solidaritätszwecken leisten.
2. Der Verein muss die ehrenamtlich Tätigen (Mitglieder oder Nichtmitglieder), die ihre
Tätigkeit nicht nur gelegentlich ausüben, in ein eigenes Verzeichnis eintragen.
3. Der Verein muss für seine ehrenamtlich Tätigen weiters eine für die ehrenamtliche
Tätigkeit geltende Unfall- und Krankenversicherung sowie eine Haftpflichtversicherung
abschließen.
4. Für die ehrenamtliche Tätigkeit darf auf keinen Fall eine Vergütung entrichtet werden,
auch nicht vom Hilfeempfänger/von der Hilfeempfängerin. Den ehrenamtlich Tätigen dürfen
nur die Kosten erstattet werden, die tatsächlich für die durchgeführte Tätigkeit angefallen
sind und genau belegt werden müssen; die Spesenvergütung erfolgt nach Genehmigung
durch den Vorstand und in dem von ihm festgesetzten Rahmen.

Art. 11 – Ehrenamtlich Tätige und bezahlte Mitarbeiter
1. Die ehrenamtliche Tätigkeit ist weder vereinbar mit einem Dienstverhältnis oder einer
selbstständigen Arbeit noch mit sonstigen entlohnten Arbeitsverhältnissen bei der
Organisation, in welcher der ehrenamtlich Tätige Mitglied ist oder in deren Rahmen er seine
ehrenamtliche Tätigkeit ausübt.
2. Der Verein nimmt für die Ausübung seiner Tätigkeit im allgemeinen Interesse
hauptsächlich die ehrenamtliche Tätigkeit der eigenen Mitglieder oder von Personen in
Anspruch, die den Mitgliedsorganisationen angehören.
3. Der Verein kann Personal aufnehmen oder die Mitarbeit von selbständig Erwerbstätigen
oder andere Leistungen, auch die der eigenen Mitglieder, nur dann in Anspruch nehmen,
wenn dies für die Ausübung der Tätigkeit im allgemeinen Interesse und zur Erreichung der
Vereinsziele nötig ist. Die Anzahl der in der Vereinstätigkeit beschäftigten Arbeitnehmer darf
nicht 50% (fünfzig Prozent) der Anzahl der ehrenamtlich Tätigen oder 5% (fünf Prozent) der
Mitgliederzahl überschreiten.

Art. 12 – Organe des Vereins
1. Die Organe des Vereins sind:
a) die Mitgliederversammlung;
b) das Verwaltungsorgan (oder der Vorstand);
c) der Präsident;
d) die Rechnungsprüfer;
e) das Schiedsgericht;
f) das Kontrollorgan, das bei Eintritt der in Art. 30 des Kodex des Dritten Sektors
vorgesehenen Umstände ernannt wird;
g) das Rechnungsprüfungsorgan, das bei Eintritt der in Art. 31 des Kodex des Dritten
Sektors vorgesehenen Umstände ernannt wird.
2. Für die Wahl der Vereinsorgane dürfen keine Auflagen oder Beschränkungen vorgesehen
werden; die Wahl erfolgt nach dem Grundsatz der möglichst freien und umfassenden
Ausübung des aktiven und passiven Wahlrechts.

Art. 13 – Die Mitgliederversammlung: Zusammensetzung, Modalitäten der
Einberufung und Funktionsweise
1. Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Vereins und setzt sich aus allen
Mitgliedern zusammen, die ordnungsgemäß den eventuell vorgesehenen jährlichen
Mitgliedsbeitrag gezahlt haben.
2. Jedes Mitglied kann persönlich an der Versammlung teilnehmen oder sich von einem
anderen Mitglied per Vollmacht vertreten lassen. Die Vollmacht muss schriftlich erteilt und
unterzeichnet werden und muss den Namen des vertretenen Mitglieds und der
bevollmächtigten Person enthalten. Pro Mitglied ist nur eine Vollmacht zulässig.
3. Die Mitgliederversammlung wird vom Präsidenten des Vereins aufgrund eines
entsprechenden Beschlusses des Vorstands mindestens einmal im Jahr zur Genehmigung
des Jahresabschlusses einberufen. Die Versammlung kann weiters wie folgt einberufen
werden:
a) aufgrund eines begründeten Antrags der Mehrheit der Vorstandsmitglieder;
b) aufgrund eines begründeten Antrags an den Vorstand, der von mindestens 1/5
(einem Fünftel) der Mitglieder unterstützt wird.
In den unter a) und b) genannten Fällen muss der Präsident die Mitgliederversammlung
einberufen; die Versammlung muss innerhalb von 60 (sechzig) Tagen ab dem Antrag
stattfinden. Falls der Präsident die Versammlung nicht innerhalb der angegebenen Frist
einberuft, muss das Kontrollorgan, falls bestellt, an seiner Stelle handeln und unverzüglich
die Versammlung einberufen.
4. Die Einberufung muss bei den Mitgliedern schriftlich als Schreiben oder per E-Mail
mindestens 8 (acht) Tage vor dem Termin der Versammlung eingehen. In der Einberufung
sind Ort, Tag und Uhrzeit der ersten und der zweiten Einberufung sowie die zu
behandelnden Tagesordnungspunkte anzugeben. Die zweite Einberufung muss
mindestens 24 (vierundzwanzig) Stunden nach der ersten Einberufung angesetzt werden.
5. Die Versammlung kann auch über Videokonferenz abgehalten werden, vorausgesetzt,
dass alle Teilnehmer identifiziert werden können und dass sie in Echtzeit der Diskussion
folgen und an der Besprechung der behandelten Themen und an der Abstimmung
teilnehmen können. Als Versammlungsort gilt der Ort, an dem sich der Vorsitzende befindet
und an dem auch der Schriftführer anwesend sein muss, um die Erstellung und
Unterzeichnung des Protokolls im entsprechenden Buch zu ermöglichen. Sollte es während
der Versammlung zu einem Ausfall der Verbindung kommen, wird die Versammlung vom
Präsidenten oder von seinem Stellvertreter für unterbrochen erklärt. Die bis zur
Unterbrechung getroffenen Entscheidungen behalten ihre Gültigkeit.
6. Den Vorsitz in der Mitgliederversammlung führt der Präsident des Vereins bzw. in seiner
Abwesenheit der Vizepräsident oder ein anderes im Rahmen der Mitgliederversammlung
dazu bestimmtes Mitglied.
7. Die Diskussionen und Beschlussfassungen der Mitgliederversammlung werden in einem
Protokoll zusammengefasst, das vom Präsidenten und vom speziell zu diesem Zweck
bestellten Schriftführer unterzeichnet wird. Das Protokoll wird in das am Vereinssitz
aufbewahrte Buch der Sitzungsprotokolle und Beschlüsse der Mitgliederversammlung
eingetragen.

Art. 14 – Ordentliche Versammlung: Befugnisse und Quorum
1. Die ordentliche Versammlung hat folgende Aufgaben:
a) Genehmigung des vom Vorstand erstellten Jahresabschlusses;
b) Genehmigung des vom Vorstand ausgearbeiteten etwaigen Jahres- und MehrjahresTätigkeitsprogramms;
c) Genehmigung der vom Vorstand eventuell erstellten Sozialbilanz;
d) Festlegung der Zahl der Vorstandsmitglieder, Wahl und Abberufung der
Vorstandsmitglieder;
e) Wahl und Abberufung des Präsidenten des Vereins;
f) Wahl und Abberufung der Rechnungsprüfer;
g) Wahl und Abberufung der Mitglieder des Schiedsgerichtes;
h) Wahl und Abberufung des Kontrollorgans, wenn die in Art. 30 des Kodex des Dritten
Sektors vorgesehenen Umstände eintreten;
i) Wahl und Abberufung des Rechnungsprüfungsorgans, wenn die in Art. 31 des Kodex
des Dritten Sektors vorgesehenen Schwellenwerte eintreten;
j) Entscheidung über Berufungen gegen die Ablehnung des Mitgliedsantrags oder
gegen den Vereinsausschluss;
k) Genehmigung der etwaigen Geschäftsordnung zur Satzung und anderer Reglements
zur Funktionsweise des Vereins, die vom Vorstand ausgearbeitet werden;
l) Beschlussfassung zur Haftung der Mitglieder der Vereinsorgane im Sinne des Art. 28
des Kodex des Dritten Sektors und Einreichung der Haftungsklage gegen diese
Personen;
m) Beschlussfassung zu allen anderen auf der Tagesordnung angeführten Themen oder
zu den Punkten, die ihr vom Vorstand oder von anderen Vereinsorganen zur
Überprüfung vorgelegt werden.
2. Die ordentliche Mitgliederversammlung ist in erster Einberufung beschlussfähig, wenn die
Hälfte der Mitglieder plus 1 Mitglied anwesend sind; in zweiter Einberufung ist die
Versammlung unabhängig von der Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig.
3. Die Beschlüsse der ordentlichen Mitgliederversammlung werden – sowohl in erster als
auch in zweiter Einberufung – mit der Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst.

Art. 15 – Außerordentliche Mitgliederversammlung: Befugnisse und Quorum
1. Die außerordentliche Versammlung hat die Aufgabe:
a) Beschlussfassung über die vorgeschlagenen Satzungsänderungen;
b) Beschlussfassung über die Auflösung, Umwandlung, Fusion oder Spaltung des
Vereins.
2. Für Satzungsänderungen ist die außerordentliche Mitgliederversammlung: in erster
Einberufung beschlussfähig, wenn mindestens 3/4 (drei Viertel) der Mitglieder anwesend
sind; sie fasst ihre Beschlüsse mit Zustimmung der Mehrheit der anwesenden Mitglieder. In
zweiter Einberufung ist die außerordentliche Versammlung beschlussfähig, wenn
mindestens die Hälfte der Mitglieder plus ein Mitglied anwesend sind; sie fasst ihre
Beschlüsse mit Zustimmung der Mehrheit der anwesenden Mitglieder.
3. Die Auflösung des Vereins und die Übertragung des Vermögens beschließt die
außerordentliche Mitgliederversammlung sowohl in erster als auch in zweiter Einberufung
mit Zustimmung von mindestens 3/4 (drei Vierteln) der Mitglieder. Dieses Quorum gilt auch
für die Umwandlung, Fusion oder Spaltung des Vereins.

Art. 16 – Die Mitgliederversammlung: Abstimmungsregeln
1. Jedes Mitglied hat ein Stimmrecht.
2. Stimmberechtigt sind die Mitglieder, die seit mindestens 3 (drei) Monaten im
Mitgliederbuch eingetragen sind, unter der Voraussetzung, dass sie den eventuell
vorgesehenen jährlichen Mitgliedsbeitrag eingezahlt haben. Mitglieder, die noch nicht seit
mindestens 3 (drei) Monaten im Mitgliederbuch eingetragen sind, können ohne Stimmrecht
und ohne passives und ohne aktives Wahlrecht an der Versammlung teilnehmen; sie
werden bei der Berechnung des Quorums nicht berücksichtigt.
3. Das Stimmrecht wird dem minderjährigen Mitglied erst bei der ersten Versammlung
automatisch zuerkannt, die nach Erreichen der Volljährigkeit seitens des Mitglieds
stattfindet. Der Elternteil, der das minderjährige Mitglied vertritt, hat kein Stimmrecht und
weder das aktive noch das passive Wahlrecht. Die minderjährigen Mitglieder werden bei der
Berechnung des Quorums nicht berücksichtigt.
4. Abstimmungen finden in der Regel offen statt; eine geheime Abstimmung muss von
mindestens 1/10 (einem Zehntel) der Anwesenden beantragt werden. Die Wahl zur
Besetzung der Vereinsämter und Abstimmungen, die Personen betreffen, erfolgen geheim.

Art. 17 – Der Vorstand: Zusammensetzung und Amtsdauer
1. Der Vorstand ist das Verwaltungsorgan des Vereins; er wird von der Versammlung aus
den Reihen der Mitglieder gewählt, die ordnungsgemäß den eventuell vorgesehenen
Mitgliedsbeitrag gezahlt haben. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder einschließlich des
Präsidenten kann je nachdem, was von der Versammlung bei der Ernennung und bei den
späteren Wahlen festgelegt wird, zwischen 3 (drei) und 9 (neun) variieren. Die ersten
Vorstandsmitglieder werden im Gründungsakt benannt.
2. Voll oder beschränkt entmündigte Personen, Konkursschuldner oder Personen, die zu
einer Strafe verurteilt wurden, die, auch nur zeitweise, den Ausschluss von öffentlichen
Ämtern oder die Unfähigkeit, leitende Funktionen auszuüben, mit sich bringt, können nicht
zum Vorstandsmitglied gewählt werden, und verlieren, wenn sie bestellt werden, ihr Amt.
3. Die Vorstandsmitglieder bleiben für 3 (drei) Jahre im Amt und können wiedergewählt
werden. Mindestens 30 (dreißig) Tage vor dem Mandatsende beruft der Präsident die
Mitgliederversammlung für die Wahl des neuen Vorstands ein.

Art. 18 – Der Vorstand: Regeln für die Einberufung, Funktionsweise und Abstimmung
1. Der Vorstand wird vom Präsidenten immer dann einberufen, wenn er es für zweckmäßig
hält oder wenn mindestens 1/3 (ein Drittel) der Vorstandsmitglieder dies beantragen.
2. Die Einberufung erfolgt durch eine schriftliche Mitteilung, die bei den
Vorstandsmitgliedern mindestens 4 (vier) Tage vor dem Tag der Vorstandssitzung eingehen
muss. In der Einberufung sind Ort, Tag, Uhrzeit sowie die zu behandelnden
Tagesordnungspunkte anzugeben.
3. Wenn an der Vorstandssitzung alle Vorstandsmitglieder teilnehmen, hat die Sitzung auch
dann ihre Gültigkeit, wenn keine formelle Einberufung erfolgt ist oder die
Vorankündigungsfrist nicht eingehalten wurde.
4. Der Vorstand kann seine Sitzung nach denselben für die Mitgliederversammlung
vorgesehenen Modalitäten auch per Videokonferenz abhalten.
5. Den Vorsitz im Vorstand führt der Präsident bzw. in seiner Abwesenheit der
Vizepräsident; in Abwesenheit beider führt ein anderes aus den Reihen der anwesenden
Vorstandsmitglieder bestimmtes Mitglied den Vorstand.
6. Die Sitzungen des Vorstands sind ordnungsgemäß konstituiert, wenn die Mehrheit der
Mitglieder anwesend ist; die Beschlüsse werden mit Stimmenmehrheit der Anwesenden
gefasst. Vollmachten sind nicht zulässig.
7. Die Abstimmung erfolgt offen mit Ausnahme der Abstimmungen, die Personen betreffen;
für diese Fälle wird eine geheime Stimmabgabe vorgesehen.
8. Über die Vorstandssitzung wird ein eigenes Protokoll verfasst, das vom Präsidenten und
vom speziell zu diesem Zweck bestellten Schriftführer unterzeichnet wird. Das Protokoll wird
in das am Vereinssitz aufbewahrte Buch der Sitzungsprotokolle und Beschlüsse des
Vorstands eingetragen.

Art. 19 – Befugnisse des Vorstands
1. Der Vorstand hat umfassende Kompetenzen für die ordentliche und die außerordentliche
Geschäftsführung des Vereins; insbesondere hat er folgende Aufgaben:
a) Erstellung des Jahresabschlusses, welcher der Mitgliederversammlung zur
Genehmigung vorgelegt wird;
b) Ausarbeitung eines etwaigen Jahres- und Mehrjahres-Tätigkeitsprogramms, das der
Mitgliederversammlung zur Genehmigung vorgelegt wird;
c) Ausarbeitung einer etwaigen Sozialbilanz, die der Mitgliederversammlung zur
Genehmigung vorgelegt wird;
d) Ernennung des Vizepräsidenten und des Schriftführers des Vereins;
e) Entscheidung über die Anträge auf Mitgliedschaft im Verein und über den Ausschluss
von Mitgliedern;
f) Ausarbeitung von etwaigen internen Geschäftsordnungen zur Funktionsweise des
Vereins, die der Mitgliederversammlung zur Genehmigung vorzulegen sind;
g) Entscheidung über einen etwaigen jährlichen Mitgliedsbeitrag und über seine Höhe;
h) Beschlussfassung über die Einberufung der Mitgliederversammlung;
i) Entscheidung über etwaige Arbeitsverhältnisse mit unselbständig beschäftigten
Arbeitnehmern sowie über die Zusammenarbeit mit Mitarbeitern und externen
Beratern;
j) Bestätigung oder Ablehnung der vom Präsidenten ergriffenen
Dringlichkeitsmaßnahmen;
k) Führung der Vereinsbücher;
l) Beschluss über die etwaige Ausübung von weiteren Tätigkeiten und Erbringung des
Nachweises, dass es sich um Nebentätigkeiten handelt, die gegenüber der im
allgemeinen Interesse ausgeübten Tätigkeit einen instrumentellen und zweitrangigen
Charakter aufweisen.
m) Genehmigung aller anderen Maßnahmen, die dieser Satzung oder den internen
Geschäftsordnungen zufolge dem Vorstand zugewiesen werden;
n) Genehmigung aller Maßnahmen und Schritte, die zur Umsetzung der Vereinszwecke
sowie für die Führung und korrekte Funktionsweise des Vereins nötig sind.
2. Der Vorstand kann einem oder mehreren seiner Mitglieder die Befugnis einräumen,
bestimmte Rechtshandlungen oder Arten von Rechtshandlungen im Namen und für
Rechnung des Vereins vorzunehmen.
3. Der Schriftführer kümmert sich im Allgemeinen um die Führung der Vereinsbücher und
führt die Aufgaben aus, die ihm vom Vorstand oder vom Präsidenten übertragen werden.

Art. 20 – Gründe für das Ausscheiden aus dem Vorstand und Nachbesetzung von
Vorstandsmitgliedern
1. Das Amt des Vorstandsmitglieds endet aus folgenden Gründen:
a) Rücktritt, der in schriftlicher Form an den Vorstand zu richten ist;
b) Abberufung durch die ordentliche Mitgliederversammlung;
c) nachträglicher Eintritt von Unvereinbarkeitsgründen laut Art. 17, Abs. 2 der
vorliegenden Satzung;
d) Verlust der Mitgliedschaft nach Eintritt eines oder mehrerer der Gründe, die in Art. 9
der vorliegenden Satzung genannt sind.
2. Scheiden ein oder mehrere Vorstandsmitglieder aus einem oder mehreren der oben
genannten Gründe aus dem Amt aus, sorgt der Vorstand für die Nachbesetzung anhand
der Liste der Nichtgewählten, die im Rahmen der letzten Vorstandswahl erstellt wurde. Die
nachrückenden Vorstandsmitglieder bleiben bis zur ersten ordentlichen
Mitgliederversammlung im Amt, die über ihre Bestätigung im Amt entscheiden muss. Wenn
sie bestätigt werden, bleiben sie bis zum Ende der laufenden Amtszeit des aktuellen
Vorstands im Amt. Wenn das nachrückende Vorstandsmitglied nicht bestätigt wird, wenn
die Liste der Nichtgewählten erschöpft ist oder es keine nichtgewählten Personen gibt, sorgt
der Vorstand für die Nachbesetzung der fehlenden Mitglieder durch Kooptierung, die von
der ersten ordentlichen Mitgliederversammlung bestätigt werden muss. Erfolgt keine
Bestätigung durch die Mitgliederversammlung, wird eine Neuwahl vorgenommen. Die auf
diese Weise nachrückenden Vorstandsmitglieder bleiben bis zum Ende der laufenden
Amtszeit des aktuellen Vorstands im Amt. Bis zur Bestätigung durch die
Mitgliederversammlung sind die kooptierten Vorstandsmitglieder bei den
Vorstandssitzungen nicht stimmberechtigt.
3. Scheidet die Mehrheit der Vorstandsmitglieder aus dem Amt, endet damit die Amtszeit
des gesamten Vorstands. Der Präsident oder hilfsweise das dienstälteste Vorstandsmitglied
muss die ordentliche Mitgliederversammlung innerhalb von 30 (dreißig) Tagen ab dem
Amtszeitende für die Neuwahl des Vorstands einberufen. Bis zur Wahl der neuen
Vorstandsmitglieder bleiben die ausgeschiedenen Mitglieder für die ordentliche
Geschäftsführung im Amt.

Art. 21 – Der Präsident: Kompetenzen und Amtsdauer
1. Der Präsident ist der gesetzliche Vertreter des Vereins, er vertritt den Verein gegenüber
Dritten und vor Gericht.
2. Der Präsident wird direkt von der Mitgliederversammlung aus den Reihen der Mitglieder
gewählt.
3. Der Präsident bleibt für 3 (drei) Jahre im Amt und kann wiedergewählt werden .
Mindestens 30 (dreißig) Tage vor dem Mandatsende beruft der Vorstand die
Mitgliederversammlung für die Wahl des neuen Präsidenten ein.
4. Der Präsident trägt die allgemeine Verantwortung für die Leitung und die erfolgreiche
Entwicklung des Vereins und hat insbesondere folgende Aufgaben:
a) er unterzeichnet die Schriftstücke und Dokumente, die den Verein sowohl gegenüber
den Mitgliedern als auch gegenüber Dritten verpflichten;
b) er sorgt für die Umsetzung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung und des
Vorstands;
c) er genehmigt bei Bedarf Dringlichkeitsmaßnahmen und legt sie innerhalb von 15
(fünfzehn) Tagen dem Vorstand zur Bestätigung vor;
d) er beruft die Mitgliederversammlung und den Vorstand ein und führt darin den Vorsitz.
5. Bei Abwesenheit oder Verhinderung wird der Präsident vom Vizepräsidenten ersetzt.
Wenn auch der Vizepräsident abwesend oder verhindert ist, überträgt der Vorstand diese
Aufgabe ausdrücklich einem anderen Vorstandsmitglied.

Art. 22 – Gründe für den Verlust des Präsidentenamts und Nachbesetzung des
Präsidenten
1. Das Amt des Präsidenten endet aus folgenden Gründen:
a) Rücktritt, der in schriftlicher Form an den Vorstand zu richten ist;
b) Abberufung durch die ordentliche Mitgliederversammlung;
c) nachträglicher Eintritt von Unvereinbarkeitsgründen laut Art. 17, Abs. 2 der
vorliegenden Satzung;
d) Verlust der Mitgliedschaft nach Eintritt eines oder mehrerer der Gründe, die in Art. 9
der vorliegenden Satzung genannt sind.
2. Falls der Präsident aus einem der unter Abs. 1 genannten Gründen aus dem Amt
ausscheidet, muss der Vizepräsident oder hilfsweise das dienstälteste Vorstandsmitglied
innerhalb von 30 (dreißig) Tagen ab der formalen Bestätigung des Amtsendes eine
ordentliche Mitgliederversammlung für die Neuwahl des Präsidenten einberufen.

Art. 23 – Die Rechnungsprüfer
1. Falls ernannt, bestehen die Rechnungsprüfer aus drei Personen, die für vier Jahre
gewählt werden und wiedergewählt werden können. Sie müssen nicht Mitglieder des
Vereins sein.
2. Den Rechnungsprüfern obliegt die Überwachung der finanziellen Gebarung des Vereines
und der jährlichen Abschlussrechnung. Sie berichten darüber schriftlich der
Mitgliederversammlung und schlagen der Mitgliederversammlung vor, ob der Ausschuss für
seine finanzielle Gebarung entlastet werden soll oder nicht.

Art. 24 – Das Schiedsgericht
1. Falls ernannt, besteht das Schiedsgericht aus drei Personen, die unter sich den
Vorsitzenden wählen. Sie bleiben drei Jahre im Amt und können wiedergewählt werden. Sie
sind Mitglieder des Vereins aber nicht gleichzeitig Mitglieder des Vorstandes oder der
Rechnungsprüfer.
2.Das Schiedsgericht entscheidet nach Billigkeit und formlos alle Streitfälle die sich aus dem
Mitgliedschaftsverhältnis, unter den Mitgliedern und den Mitgliedern und den
Vereinsorganen und unter den Vereinsorganen ergeben, sowie in allen anderen Fällen die
das Vereinsleben betreffen.

Art. 25 – Das Kontrollorgan: Zusammensetzung, Amtsdauer und Funktionsweise
1. Falls ernannt, besteht das Kontrollorgan aus einem oder 3 (drei) Mitgliedern, die von der
Mitgliederversammlung, aber nicht notwendigerweise aus den Reihen der Mitglieder,
gewählt werden. Mindestens eines der Mitglieder muss die in Art. 2397, Abs. 2 des
italienischen Zivilgesetzbuches vorgesehenen Anforderungen erfüllen.
2. Das Kontrollorgan bleibt für 4 (vier) Jahre im Amt und kann wiedergewählt werden.
3. Das Kontrollorgan wählt aus den eigenen Reihen einen Präsidenten.
4. Das Kontrollorgan verfasst ein Protokoll über die eigene Tätigkeit, das dann in das am
Vereinssitz aufbewahrte Buch der Sitzungsprotokolle und Beschlüsse dieses Organs
eingetragen wird.
5. Scheiden ein oder mehrere Mitglieder des Kontrollorgans wegen Rücktritt oder aus
anderen Gründen vor Ablauf des Mandats aus dem Amt, werden sie durch Neuwahlen durch
die Mitgliederversammlung nachbesetzt.
6. Die Mitglieder des Kontrollorgans, für die Art. 2399 des italienischen Zivilgesetzbuches
gilt, müssen unabhängig sein und ihre Aufgaben objektiv und unparteiisch ausüben. Sie
können keine anderen Ämter im Verein bekleiden.

Art. 26 – Befugnisse des Kontrollorgans
1. Das Kontrollorgan hat folgende Aufgaben:
a) Überwachung der Einhaltung der Gesetze und der Satzung und Kontrolle der
Wahrung der Grundsätze der ordnungsgemäßen Verwaltung;
b) Überwachung der Angemessenheit der Organisationsstruktur, des Verwaltungs- und
Buchhaltungssystems des Vereins und seiner ordnungsgemäßen Funktionsweise;
c) Kontrolle der Buchhaltung;
d) Aufgaben in der Überwachung der Einhaltung der zivilgesellschaftlichen,
solidarischen und gemeinnützigen Ziele, unter besonderer Berücksichtigung der
Bestimmungen der Art. 5, 6, 7 und 8 des Kodex des Dritten Sektors;
e) Bestätigung darüber, dass die Sozialbilanz nach Maßgabe der ministeriellen
Richtlinien ausgearbeitet wurde, auf die in Art. 14 des Kodex verwiesen wird. In der
eventuell ausgearbeiteten Sozialbilanz wird über die Ergebnisse dieser
Kontrolltätigkeit berichtet;
f) Teilnahme an den Mitgliederversammlungen, in deren Rahmen der
Jahresabschlussbericht vorgelegt wird; Recht auf Teilnahme an den
Vorstandssitzungen ohne Stimmrecht.
2. In den in Art. 31, Abs. 1 des Kodex des Dritten Sektors vorgesehenen Fällen kann das
Kontrollorgan auch die Rechnungsprüfung vornehmen.
3. Das Kontrollorgan hat Zugang zu den für die Ausübung des eigenen Mandats relevanten
Vereinsunterlagen. Es kann jederzeit Einsicht nehmen oder Kontrollen durchführen und
kann sich zu diesem Zweck bei den Vorstandsmitgliedern über den Verlauf der
Vereinstätigkeit oder über bestimmte Geschäfte erkundigen.

Art. 27 – Das Rechnungsprüfungsorgan
1. Falls ernannt, besteht das Rechnungsprüfungsorgan, aus einem oder 3 (drei) Mitgliedern,
die von der Mitgliederversammlung, aber nicht notwendigerweise aus den Reihen der
Mitglieder, gewählt werden. Die Mitglieder des Rechnungsprüfungsorgans müssen im
Register der Wirtschaftsprüfer eingetragen sein.
2. Das Rechnungsprüfungsorgan bleibt für 4 (vier) Jahre im Amt und kann wiedergewählt
werden.
3. Das Rechnungsprüfungsorgan wählt aus den eigenen Reihen einen Präsidenten.
4. Das Rechnungsprüfungsorgan hat die Aufgabe, die Abschlussprüfung durchzuführen.
5. Das Rechnungsprüfungsorgan verfasst ein Protokoll über die eigene Tätigkeit, das dann
in das am Vereinssitz aufbewahrte Buch der Sitzungsprotokolle und Beschlüsse dieses
Organs eingetragen wird.
6. Scheiden ein oder mehrere Mitglieder des Rechnungsprüfungsorgans wegen Rücktritt
oder aus anderen Gründen vor Ablauf des Mandats aus dem Amt, werden sie durch
Neuwahlen durch die Mitgliederversammlung nachbesetzt.
7. Die Mitglieder des Rechnungsprüfungsorgans müssen unabhängig sein und ihre
Aufgaben objektiv und unparteiisch ausüben. Sie können keine anderen Ämter im Verein
bekleiden.

Art. 28 – Vereinsbücher und Register
1. Der Verein ist zur Führung folgender Bücher verpflichtet:
a) Mitgliederbuch
b) Buch der Sitzungsprotokolle und Beschlüsse der Mitgliederversammlung;
c) Buch der Sitzungsprotokolle und Beschlüsse des Vorstands;
d) Buch der Sitzungsprotokolle und Beschlüsse der Rechnungsprüfer;
e) Buch der Entscheidungen des Schiedsgerichtes;
2. Der Verein muss ein Buch der Sitzungsprotokolle und Beschlüsse des Kontrollorgans
führen, wenn dieses Organ ernannt wird.
3. Der Verein muss weiters ein Buch der Sitzungsprotokolle und Beschlüsse des
Rechnungsprüfungsorgans führen, wenn dieses Organ ernannt wird.
4. Der Verein muss ein Verzeichnis der ehrenamtlich Tätigen führen.

Art. 29 – Zweckbestimmung des Vereinsvermögens und Gemeinnützigkeit
1. Das Vereinsvermögen wird für die Ausübung der satzungsmäßigen Tätigkeit und
ausschließlich zur Realisierung der zivilgesellschaftlichen, solidarischen und
gemeinnützigen Ziele verwendet.
2. Die – auch indirekte – Ausschüttung von Gewinnen und Verwaltungsüberschüssen, Fonds
und Rücklagen mit jeglicher Bezeichnung an die Gründer, Mitglieder, Arbeitnehmer und
Mitarbeiter, an Vorstandsmitglieder und an die Mitglieder von anderen Vereinsorganen,
auch bei einem Austritt oder in allen anderen Fällen, in denen eine Einzelperson ihre
Vereinsmitgliedschaft auflöst, ist verboten.

Art. 30 – Geldmittel
1. Der Verein bezieht die Geldmittel für die Organisation des Vereins und für die Ausübung
der eigenen Tätigkeit aus folgenden Quellen:
a) Mitgliedsbeiträge;
b) öffentliche Beiträge, Beiträge von Privatpersonen;
c) testamentarische Schenkungen und Nachlässe;
d) Vermögenserträge;
e) Sammlung von Geldmitteln;
f) Rückerstattungen im Rahmen von Abkommen;
g) Erlöse aus den im allgemeinen Interesse ausgeübten Tätigkeiten und aus den
weiteren Tätigkeiten laut Art. 6 des Kodex des Dritten Sektors;
h) alle anderen Einnahmen, die gemäß Kodex des Dritten Sektors und gemäß den
anderen einschlägigen Bestimmungen zulässig sind.

Art. 31- Jahresabschluss
1. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
2. Am Ende jedes Geschäftsjahres muss der Vorstand die Jahresabschlussrechnung
erstellen, die von der ordentlichen Mitgliederversammlung genehmigt werden muss.
Letztere muss innerhalb von 120 (hundertzwanzig) Tagen nach dem Ende des
Geschäftsjahres einberufen werden, auf jeden Fall aber rechtzeitig, um eine Genehmigung
der Jahresabschlussrechnung innerhalb 30. Juni zu gewährleisten.
3. Der Jahresabschluss muss in den 8 (acht) Tagen vor der zu seiner Genehmigung
einberufenen Mitgliederversammlung am Vereinssitz hinterlegt werden; auf schriftliche
Anfrage kann jedes Mitglied Einsicht nehmen in das Dokument.

Art. 32 – Auflösung des Vereins und Übertragung des Vermögens
1. Die Auflösung des Vereins wird von der außerordentlichen Mitgliederversammlung –
sowohl in erster als auch in zweiter Einberufung – mit Zustimmung von mindestens 3/4 (drei
Vierteln) der Mitglieder beschlossen.
2. Die Versammlung, welche die Auflösung beschließt, ernennt einen oder mehrere
Liquidatoren und beschließt den Verwendungszweck des Restvermögens, das – nach
vorheriger positiver Stellungnahme durch das in Art. 45, Abs. 1 des Kodex des Dritten
Sektors genannte Amt und vorbehaltlich einer gesetzlich vorgeschriebenen anderweitigen
Zweckbestimmung – anderen Körperschaften des Dritten Sektors zugewiesen werden
muss; falls die Mitgliederversammlung diese Körperschaften nicht bestimmt, geht das
Vermögen – wie in Art. 9 des Kodex des Dritten Sektors vorgeschrieben – an die Stiftung
„Fondazione Italia Sociale“.

Art. 33 – Verweisbestimmung
1. Für alles, was nicht ausdrücklich in dieser Satzung vorgesehen ist, gelten der Kodex des
Dritten Sektors seine Durchführungsbestimmungen und – soweit vereinbar – das
Zivilgesetzbuch und die dazugehörigen Durchführungsbestimmungen.